Being Moses 6 – Bayrischer Wald

Teil 6 der Being Moses Tour, immer möglichst nahe am Verlauf der Grossen Europäischen Wasserscheide – dort wo sich das Wasser teilt, startete gewissermassen bei Marktredwitz und führte bis vor Bad Leonfeld.

«Gewissermassen» sagen wir deshalb, weil wir für den Teil 6 eine ganze Woche aufbrachten und dabei auch etwas links und rechts des Verlaufes schauten, dadurch die Tour in mehrere Abschnitte aufteilten und dabei auch noch andere Sachen machten. In der Totalen sah die Tourwoche damit wie folgt aus (in rot die Wasserscheide, in Blau unsere Routen):

Being Moses 6 Tourwoche in der Totalen

Als Extras zählen wir dabei die Besuche in Passau und Budweis, Wanderungen auf und Abseits der Wasserscheide, ein Brotback-Seminar und einen Besuch in der Walhalla.

Walhalla

Über der Eindrücke zur Route von Teil 6 nur entlang der Wasserscheide: Wir waren froh, wurde es wieder bergiger. Aber abgeschieden ist’s im Bayrischen Wald halt schon.

Im Teil 5 letztes Jahr, der Gebiete rund um Feucht bis in das Fichtelgebirge hinein, war die Landschaft relativ flach. Zwar gab es nach wie vor schöne Ausblicke, doch hatte die Zivilisationsdichte auch zur Folge, dass die Routenführung mit sehr vielen und feingliedrigen Richtungswechseln oft sehr zerrupft wirkte. Erst mit dem Fichtelgebirge wurde das wieder etwas besser. Dafür gab es entlang der Strecke ein paar schöne Punkte zum bestaunen, wo man gut für eine Pause halt machen konnte.

Teil 6 im Bayrischen Wald, mit Abschnitten auf der Tschechischen Seite, wurde die Landschaft wie erwähnt nicht nur bergiger, sondern auch deutlich einsamer. Was zur positiven Konsequenz hat, dass die gefahrenen Routen wieder deutlich flüssiger als auch deutlich kurviger wurden.

Die Strassen waren zumeist in guten bis sehr guten Zustand, die Kurvenradien flüssig eng bis variabel, was rein fahrerisch schon die eine oder andere spannende Herausforderung stellt. Die Einsamkeit der Region trägt ihres dazu bei, das nur selten auftauchende Fahrzeuge trotz kurviger Strecken rasch passiert werden können.

Ein ideales Roadster-Eldorado also? Nun, es ist andererseits halt wirklich relativ einsam dort. Die Region lebt von Natur- und Wander-Tourismus, anderes gibt es wirklich nicht viel. Das heisst in der Konsequenz, es gibt nicht viele interessante Ziele entlang der Route, welche sich für einen kurzweiligen Besuch anbieten. Wenn man es jedoch nur auf’s Fahren verlegt, wird man hier fündig, mindestens in der Zwischensaison.

Kirchenruine St. Apollonia

Wie es zur Hauptsaison aussieht, ob Wandergruppen oder Fahrradausflügler sich dann dort quer stellen, das finden wir bei Being Moses 6 – the Weekend heraus.

Benzin & Koffein: Das Abenteuer des Reisen in Bad Waldsee

Jeden letzten Sonntag des Monats heisst es in Bad Waldsee Benzin & Koffein: Auf dem Gelände des Erwin Hymer Museum treffen sich Fahrzeuge aller Couleur für ein nettes und zwangloses Stelldichein. Bei schönem Wetter folgt man gerne diesem Ruf in eine hübsche Umgebung am Übergang von Schwäbischer Alb und dem Bodensee.

Benzin & Koffein

Das Motto ist bewusst offen gehalten. Die Lebensfreude am und mit dem Automobil zählt. So sieht man da von normalen Auto bis möglichst schräg in jede erdenkliche Richtung wirklich alles.

Natürlich lässt sich dabei die vorhandene Infrastruktur benutzen – der Preiselbeer-Kuchen schmeckte traumhaft! Wenn man schon da ist, besucht man doch gleich das Erwin Hymer Museum mit?

Nun könnte man, liest man das Programm vorher nicht, sich auch abgeschreckt fühlen. Wohnwagen als Ausstellung? Unterwegs nimmt man sie als grosse weisse Klötze in der Landschaft wahr, welche den Anblick auf selbige ruinieren und dabei erst noch den Verkehr lahm legen.

Benzin & Koffein zu vorgerückter Stunde, aus dem Inneren betrachtet

Das Erwin Hymer Museum ist hier anders. Es präsentiert eine Entdeckungsgeschichte des Reisens, wie es noch als Abenteuer gilt. So zeigt es denn auch überhaupt nicht eine Aufreihung eigener Camper-Mobile, sondern eine offene Sammlung zum Aufbruch und Entdeckung neuer Welten.

Gipfelstürmer, die automobile Eroberugn der Alpen

Thematisch ist das um die Entdecker-Wellen als Epochen, beginnend mit den Alpen in der Zeit zwischen den Weltkriegen, die «Eroberung» Italiens, der Hippie-Trail Richtung Indien, und so weiter bis in eine Prognose für die Zukunft. Das Zelt- oder Camper-Mobil ist dabei jeweils lediglich das Mittel zum Zweck. Vorbereitet war man in den «entdeckten» Regionen jeweils nicht wirklich, da musste das Quartier mitgebracht werden.

Ein Abschnitt der Entdeckungsreise: Camping im Osten

Die historischen Fahrzeuge aus aller Welt, Caravans, Reisemobile, Campingbusse, Autos (meist als Cabrio), Motorräder…, von winzig klein bis riesengroß, teils skurril und selten, wecken Erinnerungen, erzählen ihre Geschichte(n) und laden zum Staunen ein.

Es lohnt sich, eine der Führungen wahrzunehmen, so werden viele Anekdoten aus dieser Zeit und des umtriebigen Gründers erst richtig lebendig. Dem Vernehmen nach, war Firmengründer Erwin Hymer ein rechter Wildfang und Frauenschwarm. Da liegt die kleine Nebenausstellung zu Casanova nicht ganz verkehrt: einer der berühmtesten Reisenden seiner Zeit. Kurzum, für alle Abenteuerlustigen und entdeckungsfreudig Reisenden: es lohnt sich.

https://www.erwin-hymer-museum.de

花見 O-Hanami – Blüten schauen – Bluescht Edition

Dieses Jahr führte uns die Hanami Tour in das Baselbiet und entlang des Hochrhein.

Hanami – das ist die Japanische Tradition, die Blüte der Kirschbäume zu feiern. In verschiedensten Formen wird das Verdrängen der Dunkelheit und der Neubeginn der Natur zelebriert. Als absolut empfehlenswerten Tipp dazu gibt es einen wunderschönen Film «Kirschblüten – Hanami» von Doris Dörrie aus dem Jahr 2008.

Wir machen das ganze mit Japanischen Cabrio. Als Referenz für diesen Ausflug bedienten wir uns der «Bluescht-Tour mit Auto» des Baselland Tourismus: «Auf einer 69 Kilometer langen Spritztour durch das Oberbaselbiet lässt sich die „Bluescht“ – wie das landschaftliche Spektakel, wenn die Kirschenbäumen blühen, heisst – am schönsten erleben.» https://www.baselland-tourismus.ch/poi/bluescht-tour-mit-auto

Es wurde nicht zu viel versprochen. Auf oftmals kleinen, lieblichen, dennoch flüssigen Strassen, ganz nach unseren Geschmack, liess sich die Natur wunderbar und vielfältig erfahren.

Mit einem Spaziergang durch beide Laufenburg beendeten wir die Tour, um abschliessend noch bei einem Asiaten mit «Rolling Sushi» den Abend einzuläuten.

Tourenwetter 2026

Hier kommen unsere unverbindlichen klimatischen Reisetipps für die Touren-Saison 2026. Diese Zusammenstellung soll eine grobe Übersicht geben, wo über die Saison 2026 welches Wetter wahrscheinlich erwarten wird. 

Auch wenn solche Langzeitprognosen natürlich immer recht grob und diffus sind – uns gaben sie in den letzten Jahren einen recht gut zutreffenden Anhaltspunkt für die Vorbereitung längerer Touren und Reisen. Wir fühlen uns zuversichtlich genug, diese nun mit euch zu teilen. Aber natürlich besteht immer die Möglichkeit, dass wir daneben liegen: Alle Angaben sind ohne Gewähr.

Eine Zusammenfassung vorneweg:

Laut der aktuellen Prognose wird es im Frühjahr bereits ein paar warme Tage in Folge haben. Ideal für Wochenend-Touren, sobald sich die Wärme abzeichnet. Diese Reihe von Tagen wechselt sich mit ebensolchen kalten Tagen ab. Abends wird es immer eher kalt sein, warme Jacken einstecken.

Es erwartet uns ein relativ „normaler“ europäischer Sommer, mit Temperaturen so wie früher Sommer war, etwas kühler als die Sommer zuletzt. Auch hier nimmt man (ausser im August) Abends noch etwas zum Überwerfen mit.

Im Schnitt wird der Sommer in Europa eher nass ausfallen, mit Ausnahme von Andalusien und Portugal. Es soll einen langen und langsamen Übergang in den Herbst geben.

Aus den Quellen:
https://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/CFSv2seasonal.shtml
https://www.meteociel.fr/
https://mtwetter.de/
stellen wir Vorhersagekarten zusammen. Die NOAA Prognosen überlagern wir mit einem Programm, so dass die vielen Einzelprognosen zu einem wahrscheinlichen Bild aus den dominanten Rechenergebnissen kombinieren.

Rechts oben zeigen wir eine Karte mit einer Farbskala, wo auf dem europäischen Kontinent eine Abweichung um wie viel zu den jeweils gemittelten Temperaturen zu erwarten ist. Rote Töne: es soll wärmer als das Mittel werden, blaue Töne zeigen eine erwartete Abkühlung im Vergleich zum Mittel.

Rechts unten zeigt die Europa-Karte eine erwartete Verteilung von Niederschlägen, wieder im Vergleich zu den Mittelwerten an Niederschlägen. Grün bis blau: mehr Niederschlag als der jeweils regionale Mittelwert, Orange-Rot-Braun trockener als der jeweils regionale Mittelwert.

Zu beachten ist speziell bei den Temperatur-Karten, dass hier der gefühlte Mittelwert der letzten 10 Jahre bereits höher ist, als was im Modell als Mittelwert angegeben wird. Das hängt mit der steigernden Klimaerwärmung zusammen, im Modell der Mittelwert aus der Periode 1990-2020 hinter hinkt.

Hier nun die Übersicht der Vorhersagen für die einzelnen Monate, verbunden mit Empfehlungen für Tour-Destinationen: möglichst trocken, möglichst warm, aber auch nicht zu heiss.

Nochmals zur Erinnerung: die Farben geben die Abweichung zum Mittelwert aus 1990-2020 wieder, nicht die absolute Temperatur oder Niederschlagsmenge.

Sollten sich deutliche Änderungen in der Prognose-Berechnung ergeben, aktualisieren wir die Tourenplanungs-Wetterkarten. Mit der aktuellen Ausrichtung zu einer neutralen El Niño-Südlichen Oszillation (ENSO) werden Ende März und Mitte Mai die Bedingungen auf dem europäischen Kontinent, insbesondere die Bodenfeuchte, nochmals entscheidend für die Prognose des Sommers sein.

Mittelpunkte Deutschlands – 17. September 2025

Wie ist es, ganz in der Mitte zu stehen? Und wo?

Mittelpunkt Besse (Schnittpunktermittlung)

Einen Mittelpunkt ausgemacht, den hat es in vielen Ländern, verbunden mit mal mehr und mal weniger Popularität. Ein technisches Mass, triviale Sache also?

Nicht so in Deutschland. Hier kennt man gleich mehrere Mittelpunkte, abgeleitet aus unterschiedlichen Bestimmungsmethoden. Im akademisch geprägten Deutschland, wie es sich geschickt mit Tourismus-Marketing verquickt, musste das wohl so kommen.

Ein Blick auf die Liste der vielen Mittelpunkte zeigte aber auch: hier lässt sich wunderbar ein witziger Aspekt in einer Tour kombinieren. So war die Idee geboren, Deutschland von seinen Mitten aus kennenzulernen.

Noch einige weitere Crews fanden diese Idee reizvoll. So trafen wir uns am Vorabend für ein richtig schön gemütliches Beieinander, genossen das Wiedersehen oder Kennenlernen im Terrassenhof des Gasthaus Jütte in Ebergötzen, bei leckerem Grillbuffet und erfrischenden Getränken.

Im Herzen Deutschlands ist man hier, findet man doch noch weiteres Interessantes, wie das Europäische Brotmuseum, eine Luther-Eiche oder die Wilhelm Busch Mühle.

Entgegen aller bisherigen Wetterprognosen, machte die bis dahin regelrecht prügelnde Sonne eine Pause und es fuhr für diesen Tag ein Kaltluftkeil ein. Der allgemeinen Freude an der Ausfahrt machte dies keinen Abbruch. Immerhin konnten wir durchweg offen fahren, gegen Abend dann machte der Himmel wie eine Erscheinung wieder blau auf.

Folgende Auswahl an Mittelpunkten besuchten wir. Wir starteten gleich in der Nähe in Krebeck, fuhren in einen Bogen durch die Ausläufer des Südharz und des Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal

Sanfthügelig unterwegs

zum Ausklang im Brauhaus Knallhütte südlich von Kassel:

  • Mittelpunkt Krebeck nach 3D-Modell: mit einem Reliefmodell Deutschlands wird der Schwerpunkt ermittelt, also gegenüber einer flachen Karte auch der Höhenzüge Rechnung getragen.
  • Mittelpunkt Flinsberg nach aufsummiert in alle Richtungen, der minimalen Abstand zur Staatsgrenze.
  • Mittelpunkt Niederdorla, ermittelt anhand des Schnittpunktes aus einem Rechteck, welches von Breiten- und Längengraden begrenzten Gebietes gebildet wird
  • Mittelpunkt Mihla, ermittelt per minimaler Entfernungssumme nach Aufteilung der Landesfläche in (quadratische) Teilflächen (erster Fermat-Punkt)
  • Bevölkerungsmittelpunkt zwischen Spangenberg und Pfieffe, ermittelt als der Punkt, zu dem alle Einwohner Deutschlands durchschnittlich den kürzesten Weg haben.
  • Mittelpunkt Besse nach Schnittpunktmethode, ermittelt durch den Kreuzungspunkt der Linien zwischen den äussersten Punkten Deutschlands zwischen den Himmelsrichtungen.

In der Regel waren die Mittelpunkte per Stein oder Säule gut markiert, boten so einen schönen Treffpunkt und Gelegenheit für einmalige Fotos. Nur in Mihla und beim Bevölkerungsmittelpunkt musste man die Imagination fliegen lassen.

An den Mittelpunkten verweilten wir jeweils oder liefen gar ein kurzes Stück, die Landschaft und den Austausch untereinander geniessend.

Bevölkerungsmittelpunkt

In Niederdorla hatten wir es bei einem vorzüglichen Mittag im Saal der Dorfkrug Schenke Niederdorla extra gut. Feucht fröhlich klang der Sonntag im Brauhaus Knallhütte bei Kassel aus.

Brauhaus Knallhütte

Sunset Drive: Hellé Nice, die schnellste Frau der Welt

Wir fuhren am 13. Juli 25 einen Sonntags-Nachmittag Sunset Drive zur Ausstellung über das Leben der «Bugatti Queen» Hellé Nice – Die schnellste Frau der Welt. Danach sausten wir auf eine kleine kurvige Ausfahrt in der Region zwischen Bodensee und Donautal und kehrten zum Nachtessen hoch über dem Bodensee ein.

Die französische Autorennfahrerin Hellé Nice begann ihre Karriere als Nacktmodell und Tänzerin in Paris. Doch die Pariser Bühnen reichten nicht aus, um ihren Hunger nach Freiheit zu stillen. Ihre wahre Leidenschaft entfaltete sich auf den Rennstrecken, wo sie zur Ikone des Motorsports aufsteigen sollte.

In den 20er und 30er Jahren war sie eine der bekanntesten Rennfahrerinnen weltweit. Sie stieg in einer Zeit ins Rennfahrgeschäft ein, als Frauen in diesem Bereich eine absolute Ausnahme waren. 

Sie nahm das Steuer als Ausdruck ihrer Freiheit und Unabhängigkeit – das Brüllen der Motoren als Musik ihrer Zeit. Mit Stil, Eleganz und einer unbezähmbaren Kühnheit eroberte sie die Rennstrecken Europas und der Welt. 

Dabei war ihr Name stets verbunden mit der Marke Bugatti, deren Perfektion und Ästhetik ihre eigene Leidenschaft und Risikobereitschaft widerspiegelte.

Mit ihren Autos von Bugatti und Alfa Romeo trat sie in vielen großen Rennen an. Sie stellte Geschwindigkeits- und Langstreckenrekorde auf.

Hellé Nice war jedoch mehr als nur eine Rennfahrerin. Sie war ein Symbol für Freiheit und weibliche Stärke in einer Zeit, in der das Undenkbare Realität wurde. Ihr Leben führte sie von den Pariser Salons über die Filmwelt bis hin zu den gefährlichsten Rennstrecken der Welt. Sie trat gegen die größten Fahrer ihrer Zeit an und hielt mit ihnen Schritt, auch wenn sie oft als Außenseiterin betrachtet wurde.

Zahlreiche Männer umschwärmten über viele Jahre hinweg die sehr attraktive, sportliche junge Frau, doch ihre Geliebten starben in ihren Rennautos. 

Sie selbst verunglückte 1936 schwer in Sao Paulo. Ein Comeback scheiterte an übler Nachrede, welche ungerechtfertigt ihre Karriere ruinierte. Zurückgezogen und in Armut lebend starb sie 1984. Erst nach ihren Tod wurde Mariette Hélène Delangle, bekannt als Hellé Nice, wieder entdeckt – als die Frau, die gegen alle Widerstände zur Bugatti Queen wurde und die Grenzen des Möglichen neu definierte.

Ihr Fahrzeug:

BUGATTI 35 C 1929
8 Zylinder, 1 Kompressor. 1991 cm3, 125 PS

Die Bugatti Type 35 „Grand Prix» ist ein Sportwagen aus der zweiten Hälfte der 1920er Jahre, entwickelt vom französischen Automobilhersteller Bugatti. Mit einem bis heute unübertroffenen Rennrekord von über zweitausend Siegen, darunter fünf aufeinanderfolgende Erfolge bei der Targa Florio, gilt sie nicht nur als die berühmteste Bugatti, sondern auch als eines der prägendsten Fahrzeuge in der Automobilgeschichte. Der Mythos der „Bugatti Vollblüter» nahm ebenfalls in dieser Ära seinen Anfang.

Die Type 35 wurde ab 1924 in den Bugatti-Werkstätten in Molsheiu Dorlisheim im Elsass entworfen und erlebte zahlreiche mechanische Weiterentwicklungen, insbesondere beim Reihenachtzylindermotor, was zur Entstehung verschiedener Versionen führte: Type 35, 35A, 35C, 35T, 35B,, 37, 37A, 39 und 39A. Die Type 35, als besonders elegant angesehen, brachte auch bedeutende technische Innovationen in die Automobilindustrie. Bis 1930 wurden fast 640 Exemplare produziert.

Obwohl sie nicht besonders leistungsstark ist – die Motoren erreichen zwischen 60 und 140 PS – konnte sich die Type 35 fast ein Jahrzehnt lang im Grand-Prix-Sport behaupten, vor allem dank ihres stabilen Fahrverhaltens und ihrer Zuverlässigkeit. 

Anfang der 1930er Jahre wurde sie jedoch von den italienischen Alfa-Romeo- und deutschen Mercedes-Benz-Sportwagen abgelöst, die unter anderem durch die Unterstützung ihrer jeweiligen Regierungen profitieren konnten. (Die Hintergründe dazu konnten wir zuletzt beim Cabri-Ohhhh! 25 – Cabriogasm im Taunus an der Saalburg kurz ansprechen)

Hellé Nice stellte auf Einladung von Ettore Bugatti mit diesem Fahrzeug einen Geschwindigkeitsrekord von 196.871 km/h über 5 km (beste Runde 197.7 km/h) auf. 

Die Ausstellung im MAC Singen
https://www.museum-art-cars.com/ausstellung/bugatti-queen/
vermittelt über drei grosse Räume hinweg einen kleinen Eindruck in diese wilde Zeit der 20er und das bewegte Leben der Hellé Nice. Die Leihgaben stammen von Red Runner, Bugatti Trust Archive und der Sammlung Schlumpf.

Im Anschluss an eine «Achterbahnfahrt» in der Region zwischen Bodensee und Donautal liessen wir es uns mit fantastischer Aussicht über den Hegau und auf den Bodensee gut gehen.

Distanz mit Anfahrt: 140 km
im Anstieg: 2428 m
höchster Punkt: 847 m

Cabri-Ohhhh! 25 – Cabriogasm im Taunus

Unsere Pfingst-Ausfahrt, diesmal über den Odenwald in das Taunus Gebirge.

Bei Öhringen versammelten wir uns Freitag Abend und genossen begleitet durch regem Austausch ein vorzügliches Nachtessen. 

Samstag Morgen wurde durch die sehr kurvige Region von Jagst, Brettach und Kocher gestartet. Deren Läufe haben die Landschaft so intensiv geschnitten, dass sich unwiederbringlich nichts mehr begradigen lässt. Viele übertriebene Kirchenbauten säumten den Weg. 

Unterwegs ein Halt bei den Skulpturen der „Asphalt-Welle“ und des wegschleudernden „Manta“ für Foto-Stop, ging es weiter zur Werkstatt des Waldmichls Holdi, auch bekannt als der „Dildo-King des Odenwald“. Führung und Demonstration ihrer einzigartigen Erzeugnisse: wir lieben Handarbeit.

Kurvig weiter über den Krähberg, früher Austragungsort des gleichnamigen Krähbergrennen, nach Michelstadt für einen entspannten Mittagstop direkt am historischen Marktbrunnen. 

Bei einen kleinen Rundgang durch das mittelalterliche Städtlein entdeckten wir den Naschgarten, wo sich die eine oder andere Süsse wie saure Frucht pflücken liess. 

Nach Abstecher über den Bienenmarkt zog es uns nochmals kurvig weiter, wie der Odenwald Richtung Frankfurt langsam ausläuft. Ein Stop kurz vor unserem Tagesziel: wir parkten an der Hurenschneise und besuchten das Luftbrückendenkmal beim Frankfurter Flughafen

Ende war in unserem CarLoft Hotel. Nachdem wir unsere Schätzchen per speziellen Lift direkt auf die Balkon vor unsere Panorama-Zimmer parkiert hatten, gab es im Rooftop Restaurant mit Airportblick und Frankfurter Skyline ein üppiges und angeregtes Nachtmahl. 

Als Einstieg in den Taunus am Pfingstsonntag wählten wir Idstein. Nicht auf gerader Linie ging es zur Burg Hohenstein. Dort begegneten wir hübschen barbusigen Burgfräulein und erlebten die Vorbereitungen zum kommenden Festspiel Sommer live.

Nächster betörender Punkt war der Loreley-Felsen, wieder zahlreiche Kurven und Bergpassagen entfernt. Die Figur ist sehr liebreizend und sie hat die Haare schön.

Mittels Fähre setzten wir über den Rhein und gelangten nach knackigen Anstieg zum Günderodehaus. Es ist einer dieser Orte, welcher Entspannung und Harmonie sofort erleben lässt.

Ein paar Serpentinen später querten wir nochmals den Rhein per anderer Fähre. Es ging zum Niederwalddenkmal und Niederwaldtempel. Ein äusserst belebter Ort am heutigen Tag und starker Kontrast zum Günderodehaus. Doch ein kurzer Regenschauer liess die vielen Leut die Flucht ergreifen und der Ort Deutschen Nationalbewusstseins konnte für einen Moment nur durch sich selbst wirken.

Abschluss fand der Tag im Mainod, einem feinen Restaurant-Schiff auf dem Main vertäut. Und dann ging es schliesslich wieder mit dem Lift aufs Zimmer – mitsamt unseren Cabrio.

Pfingst-Montag zog es uns nach dem Abfahrt unserer Cabrio mit dem Lift und Checkout nach noch etwas mehr an «Geschmäckle». In Bad Weilbach hat es eine Schwefelbrunnen und eine Natron-Lithion-Quelle. Letztere schmeckt deutlich angenehmer, dafür war an ersteren ein Brunnenfest mit samt Bier-Stand des Allgäuer Brauhaus vertreten. I ❤️ Allgäu!

Nächstes Ziel: in den Bergen des Taunus der Atzelbergturm, Version 4.0. Er garantiert einen atemberaubenden Ausblick über fast den gesamten Taunus.

Nach einem Stop-Over beim Grossen Feldberg ging es weiter zur Römerkastell Saalburg mitsamt Führung und schmackhaften Besuch der Taberna.

Doch nicht nur zu den Römern und Germanen gab es etwas zu erfahren. Auch ein kleiner Exkurs zur Gründung von Automobil-Rundstreckenrennen als solche, der FIA – Weltverband des Automobilsport – und des Mercedes Motorsport-Engagement überhaupt, ebenda: der Gordon-Bennett-Cup um Bad Homburg legte 1904 für alles das den Grundstein.

Start und Ziel des 128 km langen und viermal zu durchfahrenden Rundkurses im Taunus war nahe dem Kastell Saalburg, einem weiteren Prestigeobjekt Wilhelms, wo auch die kaiserliche Zuschauer-Tribüne errichtet wurde. Das Gewinnerfahrzeug, ein französischer Richard-Brasier, war ein Cabrio!

Hier trennten sich unsere für 3 Tage gemeinsam beschrittenen Wege wieder und wir verabschiedeten uns zur Heimfahrt.

Tour-Spiel

Unser Spiel für die lustigen Abende der kommenden Touren-Saison: «Holz vor der Hüttn» – ein Memory von Obacht – Der Laden für Heimatgefühl.

«Balkonien» der besonderen Art. Genießen Sie die Aussicht! Hier wird man(n) Experte fürs echte „Holz vor der Hüttn“. Resi, Zenzi oder Annamirl….? 36 Kartenpaare mit Dirndl Dekolletés schöner Münchnerinnen zum Entdecken, Merken und Sammeln.

Die Spielerin / der Spieler mit den meisten Kartenpaaren gewinnt! Was – das lass‘ Dich überraschen. Mei is des schee!