Als Nachfolger der Morgenlandfahrt, tourten wir weiter auf den Spuren Hermann Hesses, dem Nacktkletterer und Literatur-Nobelpreisträger.

Logisch war diese Tour nach dem Glasperlenspiel zu benennen, dem Werk Hesses, welches in der Folge der Morgenlandfahrt entstand und ihm wohl mit wesentlichen Anteil, neben der Anerkennung für sein gesamthaftes „inspiriertes Werk, das in seiner Entwicklung neben Kühnheit und Tiefe auch die klassischen Ideale der Humanität vertritt“.
Für uns wurde es zu einer inspirierenden Fahrt durch die vorsommerliche Bergwelt und die erste grosse Wärme des Jahres. Dem Reiseverkehr entflohen wir über den San Bernhardino Pass, wo wir fast allein unterwegs waren, während es sich im Tal staute.
Unsere Unterkunft war das elegante und pittoreske Morcote. In einem lieblichen Hotelzimmer einer alten Villa direkt am See liess sich dort wunderbar die Tessiner Küche geniessen und mit Bracli Wäsche das Glasperlenspiel reizvoll vertiefen.

Den Pfingst-Sonntag nutzten wir für den Besuch im Hesse-Museum samt Schildkröte Knulp und Sonderausstellung der Fotografin und Medienkünstlerin Isa Hesse-Rabinovitch, lasen dort im Innenhof aus dem Glasperlenspiel die Widmung an die Morgenlandfahrer, drehten eine kleine Runde zu Fuss durch den malerischen Ort Montagnola.
Der Sinn stand uns aber auch nach anderen Tessiner Spezialitäten: Naben Rundgang und Eis in Vira am Lago Maggiore begeisterte uns die kurvigste Strasse der Schweiz auf die Alpe di Neggia (Kurvigkeits-Index 304). Sie forderte ihren Tribut in Form durchgescheuerter Fahrerhandschuhe, doch war es das mehr als Wert. Abschluss des Tages bildete ein Spaziergang im alpinen Flair des Rhododendren-Garten San Grato.

Am letzten Morgen, noch bevor die Hitze und Tages-Touristen nach Morcote strömten, stiegen wir hinauf zum Projekt «Swing the World«. An verschiedenen Orten der südlichen Schweiz und des Piemont sind Schaukeln für ein dynamisches Erlebnis wunderschöner Orte und Natur aufgebaut. Bei Morcote schaukelt man direkt über dem ikonischen Kirchturm der Chiesa di Santa Maria del Sasso.

Viele ähnliche Strässlein wie die Alpe di Neggia hat es mehr in der Schweiz-Italienischen Region Grenzregion. Wir nutzten sie auch noch für die Heimfahrt über die Forcorella di Marzio, den Valico di Sant’Antonio, Passo dello Scopello und Simplonpass. Mit dem Lötschental Autoverlad ging es direkt in und durch das Emmental nach Hause.







































